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Das pose®-Verfahren

  

Interview mit Prof. Dr. Karl Miller

  • Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie
  • Spezialist Adipositaschirurgie/ Behandlung von Übergewicht
  • Mitarbeit bei der Entwicklung des pose®-Verfahrens

Medical One: Dr. Miller, Sie sind Facharzt für Chirurgie und spezialisiert auf Adipositaschirurgie bzw. die Behandlung von schwerem Übergewicht. Seit einigen Jahren führen Sie auch das sogenannte pose®-Verfahren durch. Was verbirgt sich hinter diesem Begriff?

Dr. Miller: pose® steht für „primary obesity surgery endoluminal“, das heißt übersetzt „primäre endoluminale Adipositaschirurgie“ oder anders gesagt eine über den Mund ausgeführte chirurgische Behandlung des Magens, wie bei einer normalen Gastroskopie. Ich war in der Entwicklung des Verfahrens seit der ersten Generation vor rund 6 Jahren involviert. Daher bin ich auch sehr dankbar, dass wir dieses neuartige Verfahren mit Medical One nun endlich auf den deutschen Markt bringen.

Medical One: Wie läuft solch ein Eingriff ab?

Dr. Miller: Der Eingriff wird in Vollnarkose durchgeführt und dauert lediglich 30-60 Minuten. Dabei wird ein spezielles Gastroskop über den Mund in den Magen eingeführt, in dem spezielle Operationsinstrumente integriert sind. Mit Hilfe dieses Instrumentes sind wir in der Lage, ohne externen Zugang bspw. über die Bauchdecke, Falten in den Magen zu nähen und spezielle Anker zu setzen, die ein Leben lang verbleiben. Durch diese Falten im Bereich des Mageneingangs sowie im Bereich des Magenausgangs reduzieren wir das Volumen um etwa 30 Prozent, was einerseits zu einem schnelleren und andererseits zu einem länger anhaltenden Sättigungsgefühl führt.

Medical One: Welchen Effekt hat pose® beim Patienten?

Dr. Miller: Der Effekt begründet sich vor allem in dem Sättigungsgefühl, das als Hauptursache für den Abbruch von Diäten zu sehen ist. Man muss Menschen klar machen, dass der Magen über Rezeptoren dem Kopf sagt, „jetzt ist genug!“ und nicht umgekehrt! Patienten sind durch pose® in der Lage, weniger Nahrung aufzunehmen und sich trotzdem satt und vor allem wohl zu fühlen. Heißhungerattacken oder übergroße Portionen kommen nicht mehr zu Stande. Das ist für schwer Übergewichtige ein völlig neues Gefühl und führt zu glänzenden Augen. Ein Normalgewichtiger kann sich das nur schwer vorstellen, ähnlich wie es nach AugenlaserBehandlungen ein wahnsinniges Gefühl ist, morgens aufzuwachen und direkt sehen zu können. Übergewichtige kennen das Gefühl satt zu sein häufig nicht, teilweise haben sie es noch nie erlebt, da sie seit ihrer Kindheit übergewichtig sind.

Medical One: Was ist das besondere an pose®, gerade auch im Hinblick auf alternative Verfahren zur Bekämpfung von Übergewicht?

Dr. Miller: Im Vergleich zu anderen Behandlungen gegen Übergewicht ist dieses Verfahren einschnitt- und somit narbenfrei. Darüber hinaus ist die Rekonvaleszenz, d.h. die Zeit in der sich der Patient erholt, wesentlich kürzer als bei allen vergleichbaren Eingriffen.

Medical One: Wie sieht es mit Komplikationen oder Risiken aus?

Dr. Miller: Jeder chirurgische Eingriff hat mögliche Komplikationen und birgt Risiken. pose® ist allerdings der geringst-invasive und einer der sichersten Adipositas-Eingriffe, die derzeit erhältlich sind. Alle gastrologischen Eingriffe wie auch das pose®-Verfahren können zu leichten Blutungen innerhalb des Magens führen, die aber während der OP bereits behandelt werden und in der Regel ungefährlich für den Patienten sind. Das spezielle bei pose® ist zudem, dass die Anker und Fäden sich der Magenwand anpassen können.

Medical One: Wie sind ihre bisherigen Erfahrungen? Funktioniert das Verfahren?

Dr. Miller: Ich führe den Eingriff seit 2011 durch und die Wirkung ist noch Jahre danach erhalten. Das Wesentliche an pose® ist nicht der unmittelbare Gewichtsverlust, also die Frage „wie viel kann ich abnehmen“, sondern vielmehr „habe ich mein Gewichtsmanagement jetzt im Griff“. Das ist das zentrale Problem vieler Marketing-Versprechen diverser AbnehmAngebote und zentraler Aspekt für diesen ungeliebten Jo-Jo-Effekt. Studien aus den Niederlanden, Österreich und Spanien zeigen, dass Patienten im Schnitt ca. 30 – 40 Prozent des Übergewichts verlieren, üblicherweise innerhalb der ersten 2 Jahre. Wir hatten auch schon einen Patienten, bei dem der Hausarzt intervenieren wollte, da er 35 kg abnahm und nun Gefahr lief untergewichtig zu werden. Das ist aber abhängig von der individuellen Bereitschaft der Patienten mit diesem Verfahren zu arbeiten.

Medical One: Wie sieht diese Bereitschaft aus?

Dr. Miller: Das Wesentliche ist eine regelmäßige Ernährungsberatung. Die Patienten müssen zunächst lernen, was eine ausgewogene und gesunde Ernährung überhaupt bedeutet und wie sie mit einem Sättigungsgefühl umgehen. Die meisten Übergewichtigen haben das Gefühl schon lange verloren oder noch nie gehabt. Sie wissen einfach nicht wann sie satt sind oder wie es sich anfühlt - zentrales Problem beim Thema Übergewicht. Patienten müssen bereit sein langfristig ihren Lebensstil zu ändern und körperlich aktiv zu werden, Sport zu treiben.

Medical One: Für welche Menschen ist der Eingriff geeignet?

Dr. Miller: Der ideale Patient sagt „ich habe schon so viele gewichtsreduzierende Maßnahmen versucht aber immer das Problem, dass ich mich permanent hungrig und nie satt fühle, dadurch extrem gereizt und unausgeglichen bin, was dazu führt, dass ich es wieder aufgebe.“ Diese Patienten sind vermutlich die idealsten, da sie ihren Wunsch nicht an reine kg-Zahlen knüpfen sondern ihre Einstellung ändern und ihr Problem in den Griff bekommen möchten.

Medical One: Wie sieht die Nachsorge im Anschluss an die Behandlung aus? Worauf müssen sich die Interessenten einstellen?

Dr. Miller: Da der Eingriff in aller Regel ambulant durchgeführt wird, können die Patienten am gleichen Tag nach Hause gehen. In den ersten Wochen müssen sie sich an eine spezielle Diät halten, damit die Anker und Nähte richtig heilen können. In den ersten zwei Wochen bedeutet dies Flüssignahrung, weitere vier Wochen leicht verdauliche Nahrung. Nach etwa sechs Wochen kann mit normaler Vollwertkost begonnen werden. Das ist im Übrigen ein ganz wesentlicher Vorteil gegenüber anderen adipositaschirurgischen Eingreifen, wie einer klassischen Magenverkleinerung oder einem Magenbypass, nach denen sie sich ein Leben lang an strenge Ernährungsrichtlinien halten müssen, da die Risiken doch sehr groß sind. Gleiches gilt bspw. auch für die Einnahme von Medikamenten, die für pose®-Patienten keine Probleme darstellen. Die Begleitung der Patienten durch unser geschultes Personal ist ganz ausschlaggebend für den Erfolg. Die Nachbetreuung ist im Behandlungskonzept ein wesentlicher Bestandteil und wird von Medical One selbstverständlich angeboten. Ernährungsberater arbeiten eng mit den Patienten zusammen, geben Tipps, leiten an und helfen auch bei Problemen.

Medical One: Was passiert, wenn ein Patient sich nicht daran hält und bspw. am zweiten Tag ein Steak essen möchte?

Dr. Miller: Er würde sich vor allem sehr unwohl fühlen und vermutlich sofort aufhören weiter zu essen. Im schlimmsten Fall würde ein geringer Blutverlust entstehen, da die Nähte in den ersten Tagen die Magenwand einschneiden können. Komplikationen sind also gering und nur in den ersten Wochen zu erwarten. Entzündungen oder Geschwüre sind bspw. nicht bekannt. Nachkontrollen zeigen, dass die Anker auch Jahre nach dem Eingriff in gleicher Position verharren und keine ungewollten Reizungen entstehen.

Medical One: Wie fühlt sich der Patient direkt nach dem Eingriff?

Dr. Miller: Patienten merken schon, dass am Magen etwas gemacht wurde. Es ist einfach ein sehr sensibles Organ. Im Konkreten sind das Krämpfe in den ersten Stunden nach dem Eingriff, nach ca. 2-3 Tagen sind Schmerzen aber nicht mehr zu erwarten. Medical One verfügt durch die Magenballon-Methode über große Erfahrung mit solchen Eingriffen und hilft wenn nötig mit einer entsprechenden Schmerztherapie.

Medical One: Wie sehen Sie das Thema Übergewicht grundsätzlich in unserer Gesellschaft?

Dr. Miller: Ein großes Problem ist, dass sich Übergewichtige Vorstellungen machen, die einfach unrealistisch sind. Oder sie denken an ein vermeintliches Idealgewicht, das weder ideal noch ernsthaft erreichbar ist. Es gibt Menschen mit gleicher Größe, bei denen 70 kg eher untergewichtig, ideal oder eher übergewichtig sind. Da spielt unsere individuelle Konstitution und Genetik eine entscheidende Rolle. Man muss Patienten erst einmal davon wegbekommen, nur weil einige Hollywoodsternchen mit 40 kg herumlaufen heißt das noch lange nicht, dass das gesund oder erstrebenswert ist. Eine Frau mit aktuell 100 kg sollte sich dies auch nicht als Maßstab setzen, sondern die eigene Gesundheit und das Lebensgefühl, nicht Kilos in den Mittelpunkt stellen. Langfristigkeit spielt in der Therapie von Übergewicht eine erhebliche Rolle, die von reinen Diäten nicht adressiert wird. Zwei, drei Monate radikale Diät oder Sport werden wenig verändern bzw. die Kilos werden nach kürzester Zeit wieder zurückkommen. pose ist eine Initialzündung für Patienten sich vernünftig zu ernähren, sich zu bewegen, das Thema Abnehmen ernst zu nehmen und überhaupt zu verstehen.

Medical One: Warum haben Sie sich dazu entschlossen mit der Medical One zu kooperieren?

Dr. Miller: pose und Medical One sind ein ideales Team: Ein hochkompetenter, multidisziplinärer Anbieter, der schon viel Erfahrung in der Behandlung von Adipositas Patienten aufweist und deutschlandweite Zentren betreibt ist der perfekte Partner um dieses Verfahren in Deutschland zu etablieren. Die Gruppe verfügt über exzellentes medizinischeswie Beratungspersonal und hat einen der höchsten Standards der Branche.

Medical One: Nun bietet die Medical One mit dem Magenballon eine vergleichbare Therapie an. Worin liegt der Unterschied bzw. wird pose den Magenballon und andere Behandlungsarten gegen Übergewicht ablösen?

Dr. Miller: pose ist vor allem in der Verhinderung von krankhaftem Übergewicht zu sehen, also in der Vorbeugung/ Prävention. Etwa ab einem BMI von 40 ist pose nicht mehr die richtige Therapiemethode. Der Magenballon ist für eine größere Anzahl an Patienten geeignet, da auch krankhaft Übergewichtige ihn nutzen können. Allerdings gibt es Kontraindikationen wie bspw. Reflux-Krankheiten oder auch das klassische Sodbrennen, die es bei pose nicht gibt. Zudem können Magenballonpatienten nicht alles essen sondern müssen sich über die Therapiedauer an strengere diätetische Regeln halten. Zu guter Letzt ist der Magenballon im Gegensatz zu pose eine temporäre Lösung. Wichtig ist, dass die Patienten nicht wie beim Magenballon das Thema Abnehmen in den Fokus rücken sondern die Verhaltensänderung und Einstellung zum Thema Essen.

Medical One: Nun wünschen sich die Patienten aber in erster Linie abzunehmen, wie passt das zusammen?

Dr. Miller: Abnehmen kann nur der Patient. Durch eine geregeltere und bessere Einstellung zum Essen und zum eigenen Körper. pose alleine lässt die Kilos nicht purzeln. Doch klassische Diäten führen bei Patienten zum einen zu Mangelerscheinungen und zum anderen zu Appetit und Verlangen. Dieses Problem löst pose und hilft den Patienten sich selbst zu helfen. Die ernährungswissenschaftliche Begleitung durch unser Fachpersonal innerhalb eines ganzheitlichen Therapieansatzes schafft so eine dauerhafte Veränderung und gesündere wie zufriedenere Menschen.

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