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Haartransplantation und Haarverdichtung

Jedes Jahr wachsen die Behandlungszahlen im Bereich der Haarchirurgie. Mit steigender Lebenserwartung und körperlicher Fitness bis ins hohe Alter wird der Wunsch verbunden, so jung und vital auszusehen, wie man sich fühlt. Haarausfall ist bei Männern und Frauen ein weit verbreitetes Problem und beeinträchtigt das Wohlbefinden außergewöhnlich stark. Über viele Jahre hat sich die Haarchirurgie als effektives Mittel zur Wiederherstellung des eigenen Kopfhaars bewährt.

Ablauf einer Haartransplantation

Eine Haartransplantation ist im Prinzip nichts anderes als eine Umverteilung: Dazu machen wir uns die natürliche Resistenz der Hinterkopfhaare gegen das Haarausfallhormon DHT zunutze: Während der Behandlung werden Teile Ihrer Haare vom Hinterkopf entnommen, entweder einzeln oder mehrere zugleich per Strip-Technik, und unter Hochleistungsmikroskopen präpariert. Diese kleinsten Einheiten des Haars mit ein bis vier Wurzeln, auch „Grafts“ oder Haartransplantate genannt, werden auf das zu behandelnde Areal aufgeteilt und dann über kleine Hautöffnungen an die kahlen oder lichter werdenden Stellen verpflanzt – bis zu 6.000 Haare in einer einzigen Sitzung. Dabei spielt Ihre Haarstruktur und Wuchsrichtung eine wesentliche Rolle. Sie können sich während der Behandlung mit unserem Team unterhalten oder sich zurücklehnen um Musik zu hören oder ein Buch zu lesen.

Dauer der Behandlung

Je nach Haarsituation und benötigter Anzahl an Transplantaten dauert der Eingriff  zwischen drei und acht Stunden. Des Weiteren hängt die Behandlungsdauer von der angewandten Methode (FUE/FUT) ab. Eine FUT wird stets an einem Tag durchgeführt. Bei größeren FUE-Eingriffen von über 1.400 Transplantaten ist in der Regel eine Behandlung über 2 Tage notwendig.

Haartransplantation ab welchem Alter?

Nahezu alle unter Haarausfall leidenden Männer – 95 Prozent – sind von erblich bedingtem Haarausfall betroffen. Dieser beginnt oft schon vor dem 20. Lebensjahr, kann aber auch erst zwischen dem vierten und fünften Lebensjahrzehnt auftreten. Verlaufsprognosen basieren meistens auf genetischen Veranlagungen, Haarfarbe, -stärke und -struktur. Haarausfall bei Frauen kommt seltener vor. Nur etwa 30 Prozent der Betroffenen leiden ebenfalls unter der erblich bedingten Form. Während Männer in den meisten Fällen einen Haarkranz behalten, bleibt bei Frauen die Haarlinie bestehen, das Haar wird insgesamt jedoch schütter. Eine Altersgrenze gibt es typischerweise nicht. Bei Patienten unter 23 Jahren muss jedoch sorgfältig geprüft werden, ob eine Eigenhaartransplantation hilfreich und zu diesem Zeitpunkt sinnvoll ist. Unsere erfahrenen Haarberater analysieren in einem persönlichen Beratungsgespräch daher nicht nur die aktuelle Haarsituation, sondern geben ebenso eine qualifizierte Prognose über den weiteren Verlauf des Haarausfalls ab. Nur so lässt sich die für den jeweiligen Patienten individuell beste Lösung herausfinden. Machen Sie schon heute eine Selbsteinschätzung, um ein erstes Gefühl für die Möglichkeiten zu bekommen.

Die Ursachen für Haarausfall - in der Fachsprache „Alopezie“ genannt – und seine Entwicklung können sehr unterschiedlich sein.

  • Der androgenetische Haarausfall bewirkt eine verkürzte Wachstumsphase des Haares, so dass sich dieses kaum sichtbar entwickelt. Dafür gibt es zwei Ursachen: Die erste ist das Stoffwechselprodukt des männlichen Geschlechtshormons (Dihydrotestosteron), welches die Haarwurzel in ihrer Funktion hemmt. Die zweite ist eine erbliche Veranlagung. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Großvater mütterlicherseits ebenso unter Haarausfall leidet, ist sehr groß, denn der verantwortliche Gendefekt wird über die Mutter vererbt.
  • Der kreisrunde Haarausfall tritt in Form von runden Stellen und lokal begrenzt auf. Dahinter verbirgt sich eine entzündliche Haarerkrankung, bei der ein Autoimmunprozess den gesamten Haarapparat angreift. Bei einigen Menschen wachsen die Haare wieder nach, in anderen Fällen führt die Erkrankung zum kompletten Haarverlust.
  • Der diffuse Haarausfall beschreibt ein Ausdünnen der Haare über den gesamten Kopf. Dieser tritt vermehrt bei Frauen auf und geht häufig mit Hormonschwankungen, Schilddrüsenerkrankungen, Stress oder Infektionen einher. Eine Einnahme von Vitamin- und Mineralstoffen kann hier aber relativ schnell zu einer Besserung führen. Ferner kann eine PRP-Therapie (Eigenbluttherapie) einen weiteren Lösungsansatz darstellen..

Haartransplantation bei Glatze, Geheimratsecken oder lichtem Haar

Ist Ihr Wunsch eher die Auffüllung Ihrer Geheimratsecken, der Tonsur, oder doch eher eine Verdichtung der Augenbrauen oder die Rekonstruktion der Haarlinie? Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Methoden, die genau auf Ihre individuelle Situation zugeschnitten sind. Dabei ist das oberste Ziel durch die Transplantation oder optische Verdichtung ein natürliches Ergebnis zu erreichen, das zu Ihrer Persönlichkeit passt und Sie so jung und dynamisch wirken lässt, wie Sie sich fühlen. Ist Ihr Haarausfall sehr stark fortgeschritten, kommt evtl. eine Mikrohaarpigmentierung in Frage, die für eine optische Verdichtung der Haare ganz ohne Operation sorgt.

Behandlungsarten & -techniken: FUE vs. FUT Methode

  • Die FUE-Methode (FUE = Follicular Unit Extraction) der Haartransplantation kommt meist dann in Frage, wenn es sich um einen kleineren Eingriff mit einer Verpflanzung von weniger als 1.000 follikulären Einheiten (Grafts) handelt und Sie glattes, kräftiges Haar haben. Hierbei erfolgt die Entnahme der Follikel einzeln. Diese Methode eignet sich für eine Verdichtung Ihrer lichten Haarlinien, die Beseitigung lästiger Geheimratsecken, Kaschierung unschöner Narben oder zur Verstärkung des Männerbarts sowie der Augenbrauen. Der Vorteil im Vergleich zur FUT-Methode: Es bleibt nicht einmal eine winzige Narbe im Spendergebiet zurück.
  • Die FUT-Methode (FUT = Follicular Unit Transplantation) der Haartransplantation wird oft als Goldstandard bezeichnet, weil sie aufgrund ihrer Flexibilität nicht nur weltweit am häufigsten angewandt wird, sondern sich auch für umfangreiche Verpflanzungen – bis zu 3.000 Einheiten (6.000 Haare) – eignet. Im Gegensatz zur FUE-Methode werden die Follikel über einen Gewebestreifen am Hinterkopf und nicht einzeln entnommen. Aufgrund der sehr guten Anwachsraten und der hohen Transplantatmenge ist diese Methode sehr beliebt.

An welchen Körperstellen sind Haartransplantationen möglich?

Die Eigenhaartransplantation ist im Grunde eine Umverteilung Ihrer Haare. Daher ist es möglich, sowohl Kopfhaar, Barthaar, Wimpern und Augenbrauen, als auch Brust- oder Schamhaare zu transplantieren.

Heilungsprozess

Bereits am Tag nach dem Eingriff können Sie im Grunde genommen wieder Ihren normalen Alltag bestreiten. Allerdings müssen Sie in den ersten Tagen ggf. eine von uns zur Verfügung gestellte Kopfbedeckung tragen sowie möglicherweise mit Schwellungen rechnen. Eine Kopfbedeckung, bspw. eine leicht zu tragende Mütze, sollte als Sichtschutz in den ersten sieben bis zehn Tagen getragen werden, dann ist in aller Regel kein Wundschorf mehr vorhanden. Bei einer FUT ist ein Fadenzug 2-3 Wochen nach der Haartransplantation notwendig, sofern kein selbstauflösendes Nahtmaterial verwendet wurde. Dieser kann problemlos vom Hausarzt oder bei der Medical One durchgeführt werden. Bei einer FUE ist kein Fadenzug erforderlich, da keine Hautnaht erfolgt. Wenn Sie bei der Arbeit keine Kopfbedeckung tragen können, sollten Sie typischerweise zehn bis vierzehn Tage Urlaub nehmen – aus kosmetischen Gründen. In den ersten 10 bis 14 Tagen nach einer Haartransplantation per FUT-Methode sind extreme körperliche Anstrengungen oder Verschmutzung der Haare zu vermeiden. 10-14 Tage nach einer FUE sind leichte körperliche Anstrengung und sportliche Betätigung (z.B. Joggen) kein Problem. Direkte, starke Sonneneinstrahlung, Sauna und Solarium sollten mindestens 3 Wochen lang für Sie tabu sein. Vermeiden Sie es in den ersten 2-3 Wochen nach der Haarverpflanzung ebenso Schwimmen zu gehen oder Sportarten wie Fußball oder Krafttraining auszuüben. Innerhalb der ersten 3-4 Wochen nach der Haarverpflanzung fallen ca. 90 % der transplantierten Haare typischerweise aufgrund des Operations-Traumas wieder aus. Sie müssen deshalb jedoch nicht beunruhigt sein. Die Haarfollikel verbleiben in der Kopfhaut und nach 3-6 Monaten ist der Haarwuchs im Empfängerareal zum ersten Mal sichtbar. Das Haarwachstum erfolgt schrittweise. Nach 10-12 Monaten ist das endgültige Ergebnis weitestgehend sichtbar und das Behandlungsergebnis kann in der Nachkontrolle objektiv bewertet werden.

Alternativen zur Haartransplantation

Neben der Eigenhaartransplantation nach FUE- und FUT-Technik bietet Medical One auch eine Behandlungsmethode, die Ihnen ein volles Haarbild ganz ohne operativen Eingriff ermöglicht. Bei dieser innovativen Methode der Haarverdichtung handelt es sich um eine rein visuelle Verbesserung der Haarsituation. Bei der so genannten Mikrohaarpigmentierung (auch Kopfhautpigmentierung) werden mit unserer speziellen prohair „Visual Hair Densification“-Technologie (kurz VHD / dt.: Optische Haarverdichtung) Farbpigmente in die Kopfhaut injiziert. Das Verfahren ist grundsätzlich mit einem Permanent Make-up zu vergleichen, setzt aber deutlich höhere Ansprüche an die fachliche und technische Umsetzung sowie das visuell-ästhetische Ergebnis. Genau aus diesen Gründen wird auch MHP bei Medical One medizinisch begleitet und unter besonderen Anforderungen an Qualität und Hygiene in den Kliniken und Behandlungszentren erbracht. Weitere Vorteile der VHD-Technologie sind der für eine möglichst pflegearme optische Haarverdichtung besonders lang anhaltende Behandlungseffekt über viele Jahre sowie das unmittelbare und sehr natürlich wirkende Ergebnis ohne Schnitt oder Narben.

Kosten einer Haartransplantation

Die Kosten einer Eigenhaartransplantation orientieren sich an der Anzahl der verpflanzten Grafts. Entsprechend kalkulieren unsere Haarberater im ersten Beratungsgespräch Ihren individuellen Behandlungspreis.

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Wie schmerzhaft ist eine Haartransplantation?

Eine Eigenhaartransplantation ist für gewöhnlich äußerst schmerzarm. Zu Beginn der Behandlung erfolgt eine örtliche Betäubung des Spenderareals, sodass Sie bei der Entnahme des Streifens (FUT-Methode) oder der einzelnen Haarfollikel (FUE-Methode) lediglich ein Ziehen (FUT) bzw. punktuelles Drücken (FUE) verspüren. Vor der Behandlung erhalten Sie zur Entspannung ggf. ein Beruhigungsmittel. Über die komplette Dauer der Behandlung kümmern sich unsere hochqualifizierten Eigenhaartechniker um Ihr Wohlbefinden.

Haarpflege nach Haartransplantation - worauf muss ich achten?

Sie können die verpflanzten Haare ebenso wie Ihre anderen Haare waschen, schneiden, föhnen und färben – ohne optische Unterschiede. Nur sofern es Ihnen Ihr Experte ausdrücklich empfiehlt, kommen Sie zur ersten Haarwäsche noch einmal in unsere Klinik. Sie bekommen direkt nach der Behandlung eine spezielle Kopfbedeckung ausgehändigt. Diese müssen Sie in den ersten Tagen tragen, wenn Sie außer Hauses unterwegs sind, um das Operationsfeld zu schützen. Danach dient sie als Sichtschutz – nach sieben bis vierzehn Tagen ist dann in der Regel die örtliche Rötung abgeblasst und kein Schorf mehr sichtbar. In den ersten Tagen nach dem Eingriff können Sie Ihre Haare nach Anleitung durch unser medizinisches Fachpersonal zuhause selbst waschen. Schriftliche Anweisungen und die notwendigen Shampoos und Lotionen, auch für die ersten Folgetage, bekommen Sie natürlich nach Ihrer Haarverpflanzung von Ihrem behandelnden Haarchirurgen bzw. medizinischen Personal ausgehändigt. Ja. Es handelt sich um Ihr Haar welches lediglich umverteilt wurde. Styling der Haarspitzen mit Wachs oder Haargel ist bereits einige Tage nach der Haartransplantation wieder möglich, sofern das Auftragen nicht in direktem Kontakt mit der Kopfhaut erfolgt.

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