Brustvergrößerung mit Eigenfett
Seit den 60er Jahren gilt die Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten als Standard in der ästhetischen Medizin. In den 70er Jahren wurde erstmals ein Verfahren mit körpereigenem Fett erprobt, die so genannte Eigenfett-Methode, um die weibliche Brust einer operativen Vergrößerung zu unterziehen. Bei dieser Methode traten jedoch häufig unerwünschte Nebenwirkungen auf, bei denen die Patientinnen nach der Brust OP unter Knotenbildungen oder Verkalkungen des abgestorbenen Fettgewebes litten. Bis in die 90er Jahre unterlag die Brustvergrößerung mit Eigenfett keinerlei festgelegten Standards. Die Ergebnisse dieses Verfahrens waren oft willkürlich und nicht vorhersehbar, wodurch kein einheitliches Behandlungsergebnis prognostiziert werden konnte. Bei vielen Ästhetischen Chirurgen galt die Eigenfett-Methode sogar als Kunstfehler.
Standardisierte Eigenfett-Methode
Im Laufe der Zeit wurden einheitliche Richtlinien für Brustvergrößerungen mit Eigenfett festgesetzt. Diese Richtlinien erfordern jedoch die Voraussetzung, dass entsprechendes Fettgewebe vorhanden ist. Aus dem bei der Patientin entnommenen Fett werden die Stammzellen isoliert und zur weiteren Verwendung vorbereitet. Im Gegensatz zum Verfahren mit Brustimplantaten, bei dem diese in die Brust eingebracht werden, nutzt die Eigenfett-Methode die bereits natürlich vorhandenen Hohlräume hinter der Brustdrüse.
Diese Hohlräume hinter der Brustdrüse gelten als besonders geeignet, da die dort eingebrachte Stammzellen-Lösung bereits nach kurzer Zeit Blutgefäße bildet und fest in das vorhandene Fettgewebe einwächst. Das so injizierte Eigenfett vergrößert die Brust und verbessert die Elastizität der Haut.
Nachteile der Eigenfett-Methode
Unter Experten ist die Brustvergrößerung mit Eigenfett auch heutzutage immer noch umstritten. Ein Nachteil dieser Methode liegt in einem möglichen Abbau des Eigenfetts begründet. Dieses kann sich innerhalb von zwei Jahren zurück bilden, wodurch weitere regelmäßige ästhetische Eingriffe notwendig werden.
Aufgrund fehlender Langzeitstudien im Bereich der Eigenfett-Methode raten wir unseren Patienten, auf erprobte Methoden der Brustvergrößerung zurück zu greifen. Der Wunsch nach einer größeren Brust erfordert einen routinierten Umgang mit dem weiblichen Körper. Daher gilt die Brustvergrößerung mit Implantaten nach wie vor als sicherste und erfolgversprechendste Methode die weibliche Brust dauerhaft und sichtbar zu vergrößern.