Brustvergrößerung ohne Operation – ist das möglich?
Brustvergrößerung ohne Operation: Für viele Frauen klingt dies wie ein Traum. Zahlreiche Firmen nutzen die Sehnsucht nach einem größeren Busen ohne OP und werben mit Brustvergrößerungspillen, Vakuumpumpen zur Brustaugmentation, Cremes für mehr Brustvolumen und Brustvergrößerungen per Spritze. Laut Werbeversprechen sollen Frauen mit diesen Produkten auf natürliche Weise zu einem größeren Busen gelangen. Doch halten die Produkte und Methoden zur Brustvergrößerung, was sie versprechen? Mang Medical One klärt Sie über die Wirksamkeit der verschiedenen Brustvergrößerungsmethoden auf.
Brustvergrößerung mit Vakuumpumpe
Die Vakuumpumpe, auch Brustexpander genannt, erinnert ein wenig an die altbekannte Milchpumpe. Bei dieser Brustvergrößerungsmethode werden an einer Vakuumpumpe angeschlossene Saugglocken auf die Brüste gelegt. Die Vakuumpumpe erzeugt ein Unterdruck in den Saugglocken, wodurch eine temporäre Dehnung des Brustgewebes erreicht wird. Bei einem über mehrere Wochen verlaufenden Behandlungszeitraum mit täglicher Anwendung sollen durch die ständige Dehnung der Brust die körpereigene Bildung von Kollagenfasern angeregt werden. Auf diese Weise will die Vakuumpumpe ein Gewebewachstum und damit eine Vergrößerung der Brust erreichen. Das Prinzip klingt einleuchtend, doch bisher konnte keine seriöse medizinische Studie die Wirksamkeit der Vakuumpumpe bestätigen. Die meisten Mediziner halten die Vakuumpumpe zur Brustvergrößerung für einen reinen Werbegag.
Brustvergrößerung mit Cremes
Auf dem Markt gibt es zahlreiche Cremes, die eine Vergrößerung der Brüste versprechen. Meist enthalten die Brustvergrößerungscremes Wirkstoffe, die eine stärkere Durchblutung des Gewebes hervorrufen und dadurch eine Volumenzunahme der Brust erzielen wollen. Die Idee ist genial, scheitert jedoch an der Realität. Zwar wird das Gewebe bei zahlreichen Brustvergrößerungscremes tatsächlich stärker durchblutet, doch zum einen wird so nur eine minimale Straffung der Brust erreicht, zum anderen hält dieser Effekt nur für einige Minuten nach dem Eincremen an.
Brustvergrößerung mit Pillen
Während die Brustvergrößerungen mit Vakuumpumpen oder Cremes relativ harmlos ist und lediglich einen Verlust für Ihr Portemonnaie darstellt, muss vor Pillen zur Brustvergrößerung gewarnt werden. Die Inhaltsstoffe der Pillen gelangen in den Blutkreislauf und verteilen sich so im ganzen Körper. Damit nehmen Brustvergrößerungstabletten nicht nur Einfluss auf den Busen, sondern auch auf andere Bereiche des Körpers. Unter Umständen können sie die Konzentrationsfähigkeit einschränken, Schlaflosigkeit hervorrufen oder zu Herzproblemen führen. Aus diesem Grund raten wir von der Einnahme von Brustvergrößerungstabletten strengstens ab.
Brustvergrößerung mit Antibabypille
Die Antibabypille erhöht den Östrogenspiegel, d.h. die Werte des weiblichen Geschlechtshormons, und führt so bei einigen Frauen tatsächlich zu einer leichten Volumenzunahme der Brüste. Viele Frauen berichten davon, dass sich ihre Brüste seit ihrer Antibabypillen-Einnahme praller anfühlen. Die Volumenzufuhr der Brüste ist jedoch nur minimal sichtbar; eine deutliche Brustvergrößerung kann mit der Antibabypille nicht erreicht werden. Damit ist auch die Antibabypille keine gleichwertige Alternative zur Brustoperation.
Brustvergrößerung mit Eigenfett
Brustvergrößerungen mit Eigenfettinjektionen werden bereits seit den 70er Jahren vorgenommen und stetig verbessert. Trotz des medizinischen Fortschritts ist die Methode unter Experten jedoch immer noch stark umstritten. Im Gegensatz zu den zuvor genannten Methoden bringt die Brustvergrößerung mit Eigenfett zwar tatsächlich sichtbar mehr Volumen, doch der optische Effekt hält meist nur zwei Jahre an, da das Eigenfett mit der Zeit vom Körper resorbiert wird. Zudem liegen keine Langzeitstudien zur Brustvergrößerung mit Eigenfett vor, weshalb unvorhersehbare Nebenwirkungen und Risiken auftreten können. Aufgrund der seltenen Anwendung dieser Brustvergrößerungsmethode können Chirurgen schwer einschätzen, in welchem Mengenverhältnis und wie die Eigenfettinjektion erfolgen muss, um das von der Patientin gewünschte Ergebnis zu erreichen. Die Form und Größe von Brustimplantaten können dagegen wesentlich leichter auf die individuellen Bedürfnisse der Patientinnen abgestimmt werden.
Brustvergrößerung mit Hyaluron
Wie Eigenfett wird auch Hyaluron mit der Zeit vom Körper abgebaut – nur wesentlich schneller. Nach spätestens einem Jahr ist nichts mehr von der Behandlung zu sehen. Für ein so kurz anhaltendes Ergebnis ist die Brustvergrößerung mit Hyaluron zudem sehr teuer: Je nach Brustgröße kostet die Injektion zwischen 4.700 und 5.300 Euro. Da Brustvergrößerungsinjektionen nicht zu den Routineeingriffen der Ästhetischen Chirurgie zählen, kann das optische Endergebnis einer Brustvergrößerung mit Hyaluron zudem schwer eingeschätzt werden. Wie in einem Artikel auf Welt Online beschrieben, glaubte Lea Baumann an das Werbeversprechen ihrer Hyaluron-Brustvergrößerung: „für ein natürlich aussehendes Ergebnis, ohne die Risiken einer Operation“. Das tatsächliche Ergebnis ihrer Brustvergrößerung wirkte jedoch alles andere als natürlich. Zudem berichtet der Artikel über Hyaluroninjektionen, die nach einiger Zeit zu unsymmetrischen Brüsten führten, weil das Hyaluron ungleichmäßig vom Körper resorbiert wurde.
Brustvergrößerung durch Silikoninjektion
Während Hyaluron und Eigenfett vom Körper abgebaut werden, bietet die Silikoninjektion keine dauerhafte Alternative zur Brustoperation. Die Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie (GÄCD) warnt eindringlich vor dieser nicht-operativen Brustvergrößerungsmethode. Laut der GÄCD gelangt das injizierte Silikon in das umliegende Gewebe und wird im Laufe der Zeit über die Lymphe im ganzen Körper verteilt. Dies kann zu unvorhersehbaren Spätfolgen führen.
Fazit: Brustvergrößerung auf natürliche Weise - zu schön, um wahr zu sein!
Der Traum von einer sicheren und dauerhaften Brustvergrößerung ohne OP bleibt ein Traum. Brustvergrößerungsprodukte für den Heimgebrauch wie Vakuumpumpen, Cremes oder Pillen können keine deutlich sichtbare Vergrößerung der Brust erreichen. Vor der Einnahme von Brustvergrößerungspillen muss zudem gewarnt werden, da sie unter Umständen Nebenwirkungen hervorrufen und so die Gesundheit beeinträchtigen können. Die Brustvergrößerung mit Eigenfett, Hyaluron und flüssigem Silikon sind die einzigen nicht-operativen Brustvergrößerungsmethoden, die tatsächlich einen deutlich sichtbaren Effekt erzielen, jedoch erhebliche Nachteile und Risiken mit sich bringen. Die Brustvergrößerung mit Silikongel-Implantaten bleibt damit die einzige Brustvergrößerungsmethode, die sich bereits in zahlreichen klinischen Studien bewährt hat. Die Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten wird bereits seit den 60er Jahren durchgeführt und gehört heutzutage zu den Routineeingriffen in der Ästhetischen Chirurgie. Aufgrund der hohen Nachfrage gehört die Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten zu den weltweit am meisten erforschten und überprüften Ästhetischen Eingriffen. Daher ist die Brustvergrößerung mit Silikongel-Implantaten nach wie vor die sicherste und erfolgversprechendste Methode, die Brüste zu vergrößern.
Falls Sie mehr zum Thema Brustvergrößerung erfahren wollen, finden Sie nähere Informationen unter: Brustvergrößerung mit Eigenfett, Brustvergrößerung, Beratung mit dem Biodynamic TM-System, Gründe für eine Brustvergrößerung, Premium-Service-Zertifikat für Allergan Silikongel-Implantate, Warum Mang Medical One auf Implantate des Herstellers Allergan vertraut, Implantat-Hersteller Allergan beantwortet Fragen zum Thema PIP, Micaela Schäfer: Brustvergrößerung bei Mang Medical One, Geschichte der Ästhetischen Chirurgie – Teil 1: Brustvergrößerung.