Studie belegt positive Wirkung von Fettabsaugung auf den Stoffwechsel
Laut einer im November 2011 in den USA veröffentlichten Studie kann die Fettabsaugung weit mehr als nur eine schöne Körperkontur schaffen: Die Liposuktion soll auch die Blutwerte verbessern und so Stoffwechselkrankheiten vorbeugen können. Im Mai 2012 wurde die Studie zur Auswirkung einer Fettabsaugung auf den Stoffwechsel erneut von den amerikanischen Medien thematisiert und mittlerweile auch von einigen Deutschen mit einem verwunderten Stirnrunzeln aufgenommen. Was steckt hinter dieser Studie? Mang Medical One klärt Sie auf.
An der Studie nahmen insgesamt 322 Patienten teil, von denen 71 Prozent eine Fettabsaugung und die restlichen Teilnehmer eine Bauchstraffung mit Fettentfernung an sich durchführen ließen. Von allen Probanden wurden die Blutwerte vor und nach der Behandlung analysiert und anschließend miteinander verglichen.
Bei denjenigen Patienten, die vor ihrer Operation bereits gesunde Blutwerte aufwiesen, konnten die Wissenschaftler keine Veränderung in Bezug auf die Höhe der Triglyceride (freie Fettsäuren) im Blut feststellen. Doch bei den Probanden, die bereits vor ihrer Fettabsaugung beziehungsweise Bauchstraffung erhöhte Blutfettwerte zeigten, führte der chirurgische Eingriff tatsächlich zu einer Verbesserung der Blutwerte – und zwar einer sehr deutlichen: Im Durchschnitt sanken die Blutfettwerte um 43 Prozent.
Medizinexperten wissen dass ein erhöhter Blutfettspiegel das Risiko für Stoffwechselerkrankungen wie koronare Herzkrankheiten und Diabetes enorm erhöht. Letzteres wird viele Laien auf dem Gebiet der Medizin wohl verwundern, schließlich wird Diabetes im Volksmund nicht umsonst auch als Zuckerkrankheit bezeichnet. Warum neben einem ungesunden Blutzuckerspiegel auch ein erhöhter Blutfettspiegel Diabetes fördern kann, erfahren Sie im folgenden Artikel: „Übergewicht führt zu Diabetes mellitus Boom“.
Nach den Studienergebnissen zu urteilen, kann die Fettabsaugung also erhöhte Blutfettwerte auf ein gesundes Maß reduzieren. Und dass die Stabilisierung des Blutfettspiegels Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen – ja sogar einen Herzinfarkt oder Schlaganfall – vorbeugen kann, gilt unter Medizinern als unbestrittene Tatsache. Vor diesem Hintergrund kann man schnell zu dem Fazit kommen: Die Fettabsaugung mindert das Gesundheitsrisiko für Stoffwechselkrankheiten.
Doch soweit wollen wir – von Mang Medical One – nicht gehen. Trotz der positiven Studienergebnisse bleibt die Fettabsaugung in erster Linie ein Eingriff, der der Schönheit und damit dem Wohlbefinden mit dem eigenen Körper dient. Auch die Krankenkassen sehen dies so und lehnten bisher nach diesem Schema begründete Anträge auf Kostenübernahme einer Fettabsaugung ab.
Der wissenschaftlichen Untersuchung nach zu urteilen, kann die Fettabsaugung tatsächlich stark erhöhte Blutfettwerte auf ein gesundes Maß senken. Dies ist nicht sehr verwunderlich, schließlich führt die Verringerung des Körperfettes auch zur Reduzierung der Fettsäuren im Blut. Doch dabei muss erwähnt werden, dass bei einer Liposuktion ausschließlich sichtbares Fett abgesaugt werden kann. Ein wesentlich größeres Gesundheitsrisiko verbirgt sich aber hinter dem so genannten viszeralen Fettgewebe. Dieses ist von außen nicht sichtbar, weil es sich in der Bauchhöhle zwischen den Organen befindet. Wer seiner Gesundheit also tatsächlich etwas Gutes tun will, sollte auf eine gesunde und maßvolle Ernährung achten.
Quelle: American Society for Aestetic Plastic Surgery: “The fat you see and see fat you don´t”.











