Übersicht: Brust-OP

Eine Brustrekonstruktion ist häufig das erste Thema nach Brustkrebs und hilft Ihnen in ein neues, gesundes Leben zu starten. Mit rund 70.000 Neuerkrankungen jährlich ist das Mammakarzinom die häufigste Krebsart bei Frauen in Deutschland.

Wann ist eine Brustrekonstruktion sinnvoll?

Im Vordergrund steht zunächst immer die Genesung nach Brustkrebs. Jedes Schicksal ist einzigartig und bedarf einer individuellen Behandlung. Dank des medizinischen sind die Heilungschancen größer denn je.

Einige Beispiele dafür sind

  • Nach Entfernung der Brustdrüse
  • Um sich wieder weiblich zu fühlen
  • Um den Leidensdruck hinter sich zu lassen
  • Um mit der schmerzhaften Zeit Ihrer Therapie abzuschließen
Brustrekonsturktion – Auf einen Blick
Behandlungsdauer
Behandlungsdauerindividuell
Klinikaufenthalt
Klinikaufenthalt1 - 3 Tage
Regeneration
Regeneration4 - 6 Wochen

Wie wird eine Brustrekonstruktion durchgeführt?

Brustkrebs ist nicht gleich Brustkrebs – somit bringt jede Brustrekonstruktions-Patientin eine andere Ausgangssituation mit. Um den unterschiedlichen Bedürfnissen unserer Patientinnen gerecht zu werden, stehen unseren Fachärzten unterschiedlichste Methoden des Brustaufbaus nach Krebs zur Verfügung. Diese Methoden werden in zwei Bereiche unterteilt: die Eigengewebsrekonstruktion und die Prothesenrekonstruktion. Letztere wird am häufigsten mit Hilfe von Silikonimplantaten realisiert. Die Brustrekonstruktionsmethode mit Silikongel-Implantaten kann in den meisten Fällen nur bei einer hauterhaltenden Mastektomie erfolgen. Zudem darf die Patientin zuvor keine Krebsbehandlung in Form einer Strahlentherapie erhalten haben, da das umgebene Gewebe dabei seine Elastizität verliert. Bei einer vorherigen Bestrahlung und bei einer Mastektomie mit Gewebsverlusten ist daher eine Eigengewebsplastik zur Brustrekonstruktion die bessere Wahl. Dabei wird ein Muskelhautlappen aus dem Rücken-, Bauch- oder Gesäßbereich entnommen, verpflanzt und anschließend wird aus dem so gewonnenen Eigengewebe die neue Brust geformt. Wird ein zusätzliches Volumen für die Brust gewünscht, kann das durch Einsatz von Implantaten erreicht werden. Die Brustrekonstruktion mit Eigengewebe bedarf einer speziellen Logistik und jahrelanger Erfahrung. Diese Art des Brustaufbaus wird daher im Gegensatz zur Rekonstruktion mit Silikonimplantaten nur in ausgewählten Kliniken der Medical One durchgeführt.

Die Behandlungsdauer ist bei einer Rekonstruktion sehr individuell und wird meist unter Vollnarkose durchgeführt. Bei der Brustrekonstruktion mit Implantaten sind in der Regel mehrere Operationsschritte notwendig. Um ein optimales Behandlungsergebnis zu erzielen, muss zunächst die Weichteilsituation der Haut wiederhergestellt oder die vorhandenen Weichteile mit Expandern gedehnt werden. Das bedeutet, dass im ersten Schritt ein Expander in die zu formende Brust eingesetzt wird. Über ein Ventil wird der Expander anschließend in mehreren Sitzungen nach und nach mit einer Kochsalzlösung gefüllt, wodurch die Weichteile allmählich vorgedehnt werden, bis die gewünschte Größe der Brust erreicht ist. Nach zwei bis drei Monaten kann schließlich der zweite Schritt der Brustrekonstruktion erfolgen: Der Expander wird gegen ein dauerhaftes Silikongel-Implantat ausgetauscht. Nach dem Einsetzen des Implantates erfolgt in der Regel eine Angleichung der Gegenseite, da eine exakte Rekonstruktion der alten Brust im Normalfall nicht möglich ist. Meist hängt die unbehandelte Brust etwas, wodurch ein unsymmetrischer Gesamteindruck entsteht. Dies kann durch eine Bruststraffung ausgeglichen werden. Je nach Ausgangspunkt der Patientin wird in einem dritten Schritt schließlich eine Brustwarzenrekonstruktion vorgenommen sowie gegebenenfalls eine Narbennachbehandlung.

Nach der Behandlung

Da ein Wiederauftreten von bösartigen Krebstumoren auch nach einer erfolgreichen Krebsbehandlung nicht ausgeschlossen werden kann, fragen sich viele Patientinnen zu Recht, ob Brustimplantate Vorsorgeuntersuchungen oder Krebsbehandlungen beeinträchtigen können. Doch in diesem Hinblick müssen sich Brustrekonstruktions-Patientinnen keine Sorgen machen. In der Regel beeinflussen Brustimplantate keine Krebsbehandlungen wie beispielsweise Chemotherapien. Bei einer Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchung sollten mit Implantaten behandelte Frauen ihren Arzt unbedingt über ihre Brustkorrektur informieren, da eine Mammografie durch Brustimplantate erschwert werden kann. Es gibt aber andere Möglichkeiten der Brustkrebs-Diagnose wie Ultraschall oder eine Kernspintomographie, mit denen eine Vorsorgeuntersuchung auch mit Implantaten problemlos möglich ist.

Während früher ehemalige Krebspatientinnen auch nach einer Brustrekonstruktion mit einer Entstellung ihres Körpers leben mussten, können sich Patientinnen heutzutage auf natürlich wirkende Ergebnisse ihrer Brustrekonstruktion freuen. „Dank den modernen Techniken der Brustrekonstruktion können viele Frauen auch nach einer Mastektomie ihre Weiblichkeit wieder genießen und sich so nach einer langen Zeit des Kampfes ein Stück Lebensqualität zurückerobern“, erklärt Dr. Marian Mackowski.

Ihre individuellen Wünsche stehen bei Medical One im Mittelpunkt

Sie haben den Krebs besiegt? Erholen Sie sich ausgiebig von den Strapazen Ihrer Therapie. Falls Sie sich einer Mastektomie unterziehen mussten, ist der Wunsch nach einer Brustrekonstruktion häufig das erste Thema nach der medizinischen Behandlung. „Für viele Frauen bedeutet die Entfernung ihrer Brust einen großen Leidensdruck. Die Brust wird häufig als der Inbegriff der Weiblichkeit angesehen. Sie ist quasi das Erkennungszeichen ihres Geschlechts, ihrer Sexualität. Der Verlust ihrer Brust bedeutet damit für die meisten Frauen auch immer einen Verlust ihrer Weiblichkeit“, erklärt Dr. med. Marian S. Mackowski, Facharzt für Chirurgie, Unfallchirurgie, Plastische und Ästhetische Chirurgie an der Medical One Schönheitsklinik in Hamburg. Die modernen Methoden der Brustrekonstruktion können Ihnen helfen, sich nach ihrer Genesung wieder als vollwertige Frau zu fühlen. Zudem hilft die Brustrekonstruktion Ihnen, mit der schmerzhaften Zeit ihrer Therapie abzuschließen und in Ihrem Leben wieder nach vorne zu blicken.

Kosten einer Brustrekonstruktion

Da der Brustaufbau nach Krebs nicht als eine rein ästhetische Operation, sondern als ein für die Psyche der Patientin medizinisch notwendiger Eingriff angesehen wird, übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Brustrekonstruktion in einem Krankenhaus. Um ein bestmögliches ästhetisches Ergebnis zu erzielen, kann es allerdings Sinn machen, sich an einen Arzt zu wenden, der sich auf Brustoperationen spezialisiert hat und damit über ein größeres Know-how verfügt.

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Häufige Fragen zur Brustrekonstruktion

Welche Methoden des Brustaufbaus nach Krebs gibt es?

Es gibt unterschiedliche Brustrekonstruktionsmethoden, die in zwei übergeordnete Bereiche eingeteilt werden: Eigengewebsrekonstruktion und Prothesenrekonstruktion. Letztere wird am häufigsten mit Hilfe von Silikongel-Implantaten realisiert.

Für welche Frauen eignet sich ein Brustaufbau mit Silikongel-Implantaten?

Ein Brustaufbau mit Silikongel-Implantaten setzt in der Regel eine hauterhaltende Mastektomie voraus. Zudem darf die Patientin vor der Brustrekonstruktion keine Strahlentherapie erhalten haben, da das Brustgewebe bei dieser Krebsbehandlung seine Elastizität verliert.

Sind bei einer Brustrekonstruktion mehrere Operationsschritte nötig?

In der Regel ja. Um ein optimales Behandlungsergebnis zu erzielen, muss die Haut der Brust zunächst mit einem Expander gedehnt werden. Im ersten Operationsschritt wird zunächst ein Expander eingesetzt, der in mehreren Sitzungen mit einer Kochsalzlösung gefüllt wird. Nach zwei bis drei Monaten wird schließlich in einer zweiten Operation das dauerhafte Silikonimplantat eingesetzt.

Können Brustimplantate Krebsvorsorgeuntersuchungen beeinträchtigen?

Bei einer Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchung sollten Frauen mit Brustimplantaten ihren Arzt unbedingt über ihre vorherige Brustoperation informieren, da Implantate eine Mammografie erschweren können. Es gibt aber andere Krebsvorsorge-Methoden wie Ultraschall oder Kernspintomographie, mit denen eine Diagnose auch mit Implantaten problemlos erfolgen kann.

Können Brustimplantate Krebsbehandlungen negativ beeinflussen?

Auch nach einer erfolgreich verlaufenden Krebstherapie kann das Wiederauftreten von bösartigen Krebstumoren nie ausgeschlossen werden. Dies ist jedoch kein Grund, sich gegen einen Brustaufbau mit Implantaten zu entscheiden. In der Regel beeinflussen Brustimplantate keine Krebsbehandlungen wie beispielsweise Chemo-Therapien.

Kann ein natürlich aussehendes Ergebnis bei einer Brustrekonstruktion erzielt werden?

Ja, dank modernster Techniken wirken Brustrekonstruktionen heutzutage sehr natürlich und ästhetisch ansprechend.

Weitere Behandlungen

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