Übersicht: Finanzierung

Kostenübernahme durch Krankenkassen

Unsere Kliniken und Schönheitszentren sind allesamt konzessionierte Privatkliniken. Da wir nicht an der allgemeinen Krankenhausversorgung teilnehmen, ist eine Erstattung unserer Leistungen durch eine gesetzliche Krankenversicherung (GKV) grundsätzlich ausgeschlossen.

Erstattung durch private Krankenkassen

Anders verhält es sich bei privaten Krankenversicherungen (PKV). Privat versicherte Patienten haben eine freie Arztwahl und können sich auch bei Ärzten behandeln lassen, die keine Kassenzulassung haben oder bei Kliniken, die nicht in den Landeskrankenhausplänen erfasst sind. Aber auch private Krankenversicherungen erstatten ausschließlich Leistungen, die eine diagnostizierte Erkrankung behandeln. Dies kommt in einigen Fällen auch bei ästhetischen Operationen vor. Ein Beispiel ist die Begradigung der Nasenscheidewand im Zusammenhang mit einer ästhetischen Nasenkorrektur. In einigen Fällen erstatten in diesen Fällen die privaten Krankenversicherungen den Anteil der Kosten, der auf die medizinisch indizierte Scheidenwandbegradigung entfällt. Weitere Eingriffe, die in Einzelfällen (anteilig) von Krankenversicherungen erstattet werden können, sind Brustverkleinerungen, Bauchdeckenstraffungen, Magenballon-Behandlungen oder Oberlidkorrekturen.

Welche Schönheits-OP zahlt die Krankenkasse?

Brust-OP – Voraussetzungen für Krankenkassenzahlung

Nur, wenn medizinische Gründe vorliegen, werden die Kosten für eine Brustoperation teilweise oder ganz von Krankenkassen übernommen. Keine Übernahme der Kosten erfolgt bei rein kosmetisch-ästhetischer Indikation oder bei bei ästhetischer Indikation mit bedingt medizinischer Grundlage.

  • Wenn nach einem Unfall oder einer Erkrankung eine Deformation der Brust besteht.
  • Nach Brustkrebs-OP, wenn die Brust ganz oder teilweise abgenommen werden musste.
  • Erhebliche Größenunterschiede der Brüste (Mammaasymmetrie)
  • Unterentwicklung der Brust (Mammaaplasie)
  • Schlauchförmige Brüste (Tubuläre Brustdeformität)
  • Überzählige Anlage der Brust (Polymastie)
  • Mehr als zwei Brustwarzen (Polythelie)

Brustverkleinerung von der Krankenkasse bezahlt?

Keine andere Brust-OP wird so häufig von Krankenkassen übernommen wie die Brustverkleinerung. Es entstehen häufig gesundheitliche Probleme wie Haltungsschäden und damit einhergehende Nacken- und Rückenschmerzen, wodurch Krankenkassen häufig in der Pflicht zur Kostenübernahme stehen. Voraussetzungen:

  • Verkleinerung um mindestens 500 Gramm pro Seite, bzw. zwei Körbchengrößen weniger, oder deutliche Asymmetrie oder Fehlbildung
  • Bestätigung der Notwendigkeit/medizinische Indikation durch Fachärzte, den medizinischen Dienst und die Krankenkasse
  • Ein Antrag zur Kostenübernahme muss an die Krankenkasse gestellt werden

Psychische Belastung muss nachgewiesen werden, es muss sich um eine erhebliche Auffälligkeit handeln, die negative Reaktionen der Mitmenschen hervorruft und dadurch die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben einschränkt oder ganz gefährdet. Oft werden zuerst andere Maßnahmen wie Physio- und Psychotherapie oder Gewichtsabnahme verordnet, bevor einer Kostenübernahme der Brustverkleinerung wegen psychischer Belastung zugestimmt wird.

Brustvergrößerung – Übernahme in Ausnahmefällen

Voraussetzung für die Kostenübernahme in vollem Umfang: eindeutig medizinische Indikation, wie beispielsweise die Rekonstruktion nach der Entfernung eines Tumors oder nach einer Brustkrebs-OP bzw. Amputation. Brustvergrößerungen aus rein kosmetisch-ästhetischen Gründen sind von der Kostenübernahme durch Krankenkassen grundsätzlich ausgeschlossen. Auch psychologische Gutachten werden von Krankenkassen fast ausnahmslos abgelehnt. Leiden Sie unter psychischer Belastung durch eine zu kleine Brust, empfehlen wir Ihnen die Finanzierung Ihrer Operation über unsere vertrauenswürdigen Partner.

Bruststraffung: generell keine Kostenübernahme

Oft rein ästhetische Begründung. Kosmetische Eingriffe werden jedoch nicht als medizinische Notwendigkeit eingestuft und daher nicht finanziell von Krankenkassen unterstützt. Eine Ausnahme kann die Behebung von schlauchförmigen Brüsten (Tubuläre Brustdeformität) oder ggf. das Vorhandensein von Ekzemen in den Hautumschlagsfalten sein, um die Kostenübernahme der Brustvergrößerung von der Krankenkasse zu erwirken.

Magenverkleinerung: Bedingungen für die Kostenübernahme

Der Versicherte muss eine Reihe von Verpflichtungen erfüllen, um für die Magenverkleinerung, einen Magenballon oder ein Magenband eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse zu erreichen:

  • BMI über 40kg/m2 oder BMI über 30 kg/m2 mit schwerwiegenden Begleiterkrankungen
  • Scheitern konservativer Behandlungsmaßnahmen (Verschiedene Diäten ausprobieren, Bewegungstherapien und Ernährungstherapie, ggf. eine Psychotherapie, auch stationäre Reha-Maßnahmen)
  • Ausreichende Aufklärung und Motivation des Patienten über Risiken und Konsequenzen des Eingriffs
  • Keine schwerwiegenden psychischen Erkrankungen, keine Suchtprobleme mit Alkohol oder Drogen, keine Demenz, keine Allergien, Entzündungen o.Ä., die die Magenband-Operation verhindern

Der Versicherte muss nachweisen, dass alle bisherigen Maßnahmen wirkungslos waren, um die Magenverkleinerung bzw. das Magenband von der Krankenkasse übernehmen zu lassen.

Nasen-OP: Zu- und Vollzahlung der Krankenkasse

Schönheitschirurgie mit rein kosmetischem Hintergrund ist generell keine Kassenleistung. Die gesamte oder teilweise Kostenübernahme einer Nasen-OP ist nur möglich, wenn Funktionsstörungen  der Nase vorliegen. Dies sind meist Behinderungen der Nasenatmung, die eine Korrektur der Nasenscheidewand (Septumkorrektur) oder Verkleinerung der Nasenmuscheln erfordern. Ist neben der Behebung der Funktionsstörungen auch eine optische Veränderung der Nase gewünscht, trägt die Krankenkasse grundsätzlich die Teilkosten für den medizinisch indizierten Eingriff. Der Patient trägt die Zusatzkosten für die kosmetische Nasenoperation und leistet eine Teilzahlung. Benötigen Sie für Ihren Zahlungsanteil eine Finanzierung?

Zu den Finanzierungsoptionen

Fettabsaugung: Wann zahlt die Krankenkasse?

Für eine Liposuktion aus rein kosmetischen Gründen muss der Patient selbst aufkommen. Krankenversicherung übernehmen nur bei Lipödemen, die so erheblich sind, dass sie den Bewegungsablauf einschränken und Schmerzen verursachen, die Kosten einer Operation. Im Falle einer Gynäkomastie werden in den meisten Fällen die Kosten der Operation von der privaten oder gesetzlichen Krankenkasse erstattet.

Lidstraffung Krankenkasse

Lidstraffungen gelten gemeinhin als verjüngender, dies gilt als rein kosmetischer Eingriff. Wenn aber beispielsweise das Sehfeld durch ein Schlupflid eingeschränkt ist (Visuseinschränkung), oder das Unterlied bereits absteht (Ektropium), liegt eine medizinische Indikation vor. Diese sollte von einem Augenarzt attestiert werden. Eine Vorstellung beim medizinischen Dienst der Kassen ist grundsätzlich notwendig, um eine Chance auf Kostenübernahme zu haben.

Antrag auf Kostenübernahme für Schönheitsoperationen

In jedem Fall ist es erforderlich, dass Sie sich mit Ihrem Arzt darüber abstimmen, ob eine medizinische Indikation gegeben sein könnte. In diesem Fall erstellen wir Ihnen über unseren Abrechnungspartner gerne vor der Operation kostenpflichtig einen Kostenplan nach der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) und ggf. DRG (diagnosebezogene Fallgruppen), eine Voraussetzung für eine Kostenzusage der privaten Krankenversicherungen. Diesen Kostenplan reichen Sie dann idealerweise vor der Operation bei Ihrer Versicherung ein und bitten um eine Kostenzusage. In Höhe der Kostenzusage können Sie dann anschließend mit einer Teilerstattung der Behandlungskosten rechnen. Unabhängig von der möglichen Kostenerstattung müssen Sie gegenüber der Medical One den vollständigen Behandlungspreis vor der Behandlung entrichten, da wir keinen Einfluss auf die tatsächliche Kostenerstattung der Krankenversicherung haben. Sprechen Sie uns gerne darauf an, wir beraten Sie auch zu Finanzierungsoption, falls Ihre Wunschbehandlung nicht von Ihrer Krankenkasse übernommen wird.

Zu den Finanzierungsmöglichkeiten