Haarausfall ist bei Männern und Frauen ein weit verbreitetes Problem und beeinträchtigt das Wohlbefinden der Betroffenen außergewöhnlich stark. Jedes Jahr wachsen die Behandlungszahlen im Bereich der Haarchirurgie.

Wie wird eine Haartransplantation / Haarverdichtung durchgeführt?

Zum Glück gibt es für jeden die Möglichkeit aus sogar mehreren Behandlungsmethoden die Richtige zu wählen, um wieder ein volles Haarbild zu erlangen.

  • Die Verpflanzung von Eigenhaaren ist dabei die gängigste Behandlung und je nach Haarsituation werden die Haare individuell (FUE-Methode) oder aber über einen Gewebestreifen am Hinterkopf (FUT-Methode) entnommen und neu implantiert.
  • Bei der sogenannten Mikrohaarpigmentierung (MHP) handelt es sich um eine rein visuelle Verbesserung der Haarsituation, da Farbpigmente in die Kopfhaut injiziert werden (vglb. Permanent Make-up). Die MHP ist eine pflegeleichte optische Haarverdichtung, besonders langanhaltend und wird ohne Schnitt oder Narbe durchgeführt.
  • Durch die Eigenblutbehandlung / PRP-Therapie (Vampir-Lifting) kann auf natürliche Weise dem Haarausfall entgegengewirkt und in Kombination mit einer Haartransplantation die Anwachsrate der transplantierten Haarfollikel erhöht werden. Dafür werden nur wenige Milliliter Ihres eigenen Bluts zentrifugiert und anschließend mit einer feinen Nadel in die Kopfhaut injiziert. Der natürliche Prozess erzielt ein schnelles Ergebnis.

Kosten einer Haartransplantation

Die Kosten einer Haartransplantation orientieren sich an der Anzahl der verpflanzten Grafts. Entsprechend kalkulieren unsere Haarberater im ersten Beratungsgespräch Ihren individuellen Behandlungspreis. Die Preise für ein Graft beginnen bei 3€. PRP-Behandlungen können einzeln oder im Paket mehrerer Behandlungen erworben werden und beginnen bei 575€.

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Wie lange dauert die Behandlung?

Je nach Haarsituation und benötigter Anzahl an Transplantaten dauert der Eingriff einer Haartransplantation zwischen drei und acht Stunden. Des Weiteren hängt die Behandlungsdauer von der angewandten Methode (FUT/FUE) ab. Eine FUT wird stets an einem Tag durchgeführt, wobei bis zu 3.000 Grafts verpflanzt werden können. Bei besonders umfangreichen FUE-Eingriffen kann die Behandlung auch über zwei Tage angesetzt werden. Die Microhaarpigmentierung (MHP) dauert je nach Größe und Dichte des Areals hingegen nur ein bis drei Stunden. Die unterstützende Eigenblutbehandlung/PRP-Therapie kann in 60 Minuten durchgeführt werden.

Heilungsprozess

Bereits am Tag nach dem Eingriff können Sie im Grunde genommen wieder Ihren normalen Alltag bestreiten. Allerdings wäre es von Vorteil, wenn Sie in der ersten Woche einen Sichtschutz, bspw. eine Mütze oder eine von uns zur Verfügung gestellte Kopfbedeckung tragen. Falls Sie aus bestimmten Gründen keine Mütze tragen können, nehmen Sie sich aus kosmetischen Gründen am besten 10 Tage Urlaub, danach ist der Wundschorf nicht mehr vorhanden. Bei einer FUT ist ein Fadenzug 2-3 Wochen nach der Haartransplantation notwendig. Extrem körperliche Anstrengungen sollten für ca. 10-14 Tage vermieden werden. Direkte, starke Sonneneinstrahlung, Sauna, Schwimmen und Solarium sind für die nächsten 2-3 Wochen tabu.

Innerhalb der ersten 3-4 Wochen nach der Haartransplantation fallen ca. 90 % der transplantierten Haare typischerweise aufgrund des Operations-Traumas wieder aus. Sie müssen deshalb jedoch nicht beunruhigt sein. Die Haarfollikel verbleiben in der Kopfhaut und nach 3-6 Monaten ist der Haarwuchs im Empfängerareal zum ersten Mal sichtbar. Das Haarwachstum erfolgt schrittweise. Nach 10-12 Monaten ist das endgültige Ergebnis weitestgehend sichtbar und das Behandlungsergebnis kann in der Nachkontrolle objektiv bewertet werden.

Häufige Fragen zur Haartransplantation

Was können Ursachen und Entwicklung für Haarausfall sein?

Die Ursachen für Haarausfall – in der Fachsprache „Alopezie“ genannt – und seine Entwicklung können sehr unterschiedlich sein und werden in drei Typen unterteilt:

Typ 1: Der androgenetische Haarausfall bewirkt eine verkürzte Wachstumsphase des Haares, so dass sich dieses kaum sichtbar entwickelt. Er kann erblich bedingt vorkommen oder aufgrund des männlichen Geschlechtshormons (Dihydrotestosteron)

Typ 2: Der kreisrunde Haarausfall tritt in Form von runden Stellen und lokal begrenzt auf. Dahinter verbirgt sich eine entzündliche Haarerkrankung, die bis zum kompletten Haarverlust führen kann.

Typ 3: Der diffuse Haarausfall beschreibt ein Ausdünnen der Haare über den gesamten Kopf. Dieser tritt vermehrt bei Frauen auf und geht häufig mit Hormonschwankungen, Schilddrüsenerkrankungen, Stress oder Infektionen einher.

 

An welchen Körperstellen sind Haartransplantationen möglich?

Die Eigenhaartransplantation ist im Grunde eine Umverteilung Ihrer Haare. Daher ist es möglich, sowohl Kopfhaar, Barthaar, Wimpern und Augenbrauen, als auch Brust- oder Schamhaare zu transplantieren.

Ab welchem Alter eignet sich eine Behandlung?

Eine Altersgrenze gibt es typischerweise nicht. Nahezu alle unter Haarausfall leidenden Männer – 80 Prozent – sind von erblich bedingtem Haarausfall betroffen. Dieser beginnt oft schon vor dem 20. Lebensjahr, kann aber auch erst zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr auftreten. Nur etwa 5 Prozent der Frauen leiden ebenfalls unter der erblich bedingten Form. Bei Patienten unter 23 Jahren muss jedoch sorgfältig geprüft werden, ob eine Haartransplantation hilfreich und zu diesem Zeitpunkt sinnvoll ist.

Wie schmerzhaft ist eine Haartransplantation?

Eine Haartransplantation ist für gewöhnlich äußerst schmerzarm. Zu Beginn der Behandlung erfolgt eine örtliche Betäubung des Spenderareals, sodass Sie bei der Entnahme lediglich ein Ziehen (FUT-Methode) bzw. punktuelles Drücken (FUE-Methode) verspüren. Vor der Haartransplantation erhalten Sie zur Entspannung ggf. ein Beruhigungsmittel. Über die komplette Dauer der Haarverpflanzung kümmern sich unsere hochqualifizierten Eigenhaartechniker um Ihr Wohlbefinden.

Worin besteht der Unterschied zwischen der FUE- und FUT-Methode?

  • Die FUE-Methode (FUE = Follicular Unit Extraction) kommt meist dann in Frage, wenn es sich um einen kleineren Eingriff mit einer Haarverpflanzung von weniger als 1.000 Grafts handelt und Sie glattes, kräftiges Haar haben. Hierbei erfolgt die Entnahme der Follikel einzeln. Diese Methode eignet sich für eine Verdichtung Ihrer lichten Haarlinien, die Beseitigung lästiger Geheimratsecken, Kaschierung unschöner Narben oder zur Verstärkung des Männerbarts sowie der Augenbrauen. Der Vorteil im Vergleich zur FUT-Methode: Es bleibt nicht einmal eine winzige Narbe im Spendergebiet zurück.
  • Die FUT-Methode (FUT = Follicular Unit Transplantation) wird oft als Goldstandard bezeichnet, weil sie aufgrund ihrer Flexibilität nicht nur weltweit am häufigsten angewandt wird, sondern sich auch für umfangreiche Haarverpflanzungen von bis zu 3.000 Einheiten (6.000 Haare) eignet. Im Gegensatz zur FUE-Methode werden die Follikel über einen Gewebestreifen am Hinterkopf und nicht einzeln entnommen. Aufgrund der sehr guten Anwachsraten und der hohen Transplantatmenge ist diese Methode sehr beliebt.

Alternativen zur Haartransplantation

Medical One bietet die Mikrohaarpigmentierung (auch Kopfhautpigmentierung) als nicht-chirurgische und innovative Alternative der Haarverdichtung an. Dabei handelt es sich um eine rein visuelle Verbesserung der Haarsituation. Mit unserer speziellen „Visual Hair Densification“-Technologie (kurz VHD / dt.: Optische Haarverdichtung) werden Farbpigmente in die Kopfhaut injiziert. Das Verfahren ist grundsätzlich mit einem Permanent Make-up zu vergleichen, setzt aber deutlich höhere Ansprüche an die fachliche und technische Umsetzung sowie das visuell-ästhetische Ergebnis. Die Kopfhautpigmentierung wird bei uns medizinisch begleitet und unter besonderen Anforderungen an Qualität und Hygiene erbracht. Das langanhaltende und pflegeleichte Ergebnis wirkt sehr natürlich.

Was muss ich nach einer Haartransplantation beachten?

Eine Kopfbedeckung, bspw. eine leicht zu tragende Mütze, sollte als Schutz in den ersten 7-10 Tagen getragen werden. Bei einer FUT ist ein Fadenzug 2-3 Wochen nach der Haartransplantation notwendig, sofern kein selbstauflösendes Nahtmaterial verwendet wurde. Bei einer FUE ist kein Fadenzug erforderlich, da keine Hautnaht erfolgt. In den ersten 10-14 Tagen nach einer Haartransplantation per FUT-Methode sind extreme körperliche Anstrengungen oder Verschmutzung der Haare zu vermeiden. 10-14 Tage nach einer FUE sind leichte körperliche Anstrengung und sportliche Betätigung (z.B. Joggen) kein Problem. Direkte, starke Sonneneinstrahlung, Sauna, Solarium sowie Schwimmen und Kraftsportarten sollten mindestens 3 Wochen lang nach der Haartransplantation für Sie tabu sein.

Haarpflege nach einer Haartransplantation – worauf muss ich achten?

Sie können die verpflanzten Haare ebenso wie Ihre anderen Haare waschen, schneiden, föhnen und färben – ohne optische Unterschiede. Sie bekommen als Schutz direkt nach der Haartransplantation eine spezielle Kopfbedeckung ausgehändigt, die Sie 7-14 Tage tragen sollten. In den ersten Tagen nach dem Eingriff können Sie Ihre Haare nach Anleitung durch unser medizinisches Fachpersonal zuhause selbst waschen. Schriftliche Anweisungen und die notwendigen Shampoos und Lotionen, auch für die ersten Folgetage, bekommen Sie natürlich von uns. Styling der Haarspitzen mit Wachs oder Haargel ist bereits einige Tage nach der Haartransplantation wieder möglich, sofern das Auftragen nicht in direktem Kontakt mit der Kopfhaut erfolgt.

Was tun bei Glatze, Geheimratsecken oder lichtem Haar?

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Methoden, die genau auf Ihre individuelle Situation zugeschnitten sind. Welche Methode der Haartransplantation oder optischen Verdichtung die richtige für Sie ist, besprechen Sie mit Ihrem Haar-Spezialisten im persönlichen Gespräch. Die Mikrohaarpigmentierung (MHP) beispielsweise eignet sich besonders für eine optische Verdichtung ganz ohne OP.

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