Newsletter abonnieren Angebot anfordern Kostenlose Beratung 0800 - 210 10 11 AT 0800 – 80 23 34 CH 0800 – 55 81 26
News

Die Wundheilung beschleunigen: So geht’s!

By 1. November 2019 No Comments

Operationen und Verletzungen jeglicher Art stellen für den Körper eine große Belastung dar. Wunden sind nicht nur lästig, sondern verlangen dem Körper auch einiges ab. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Sie in dieser Zeit auf sich und Ihren Körper achten.

Die Reaktion des Körpers bei Wunden

Eine Operation stellt eine gewollte und geplante Verletzung des Körpers dar. Um im Körper liegende Strukturen zu erreichen, muss der Chirurg Teile des Körpers öffnen, welche anschließend wieder verheilen sollen. Während einer Operation wird oft Druck auf Gewebe ausgeübt, um Platz um das eigentliche Operationsfeld herum zu schaffen. Dies kann zu Schwellungen und Blutergüssen führen, wenn dabei kleine Blutgefäße beschädigt werden.

Das Immunsystem des Körpers reagiert auf diese Verletzungen mit einer Standard-Reaktion: Es löst eine Entzündung aus. Diese bündelt Immunzellen an der betroffenen Stelle und treibt so die Heilung voran. Zunächst nehmen die Beschwerden zu, da die Entzündung die Schwellung verstärkt und somit den Druck auf die Nerven im umliegenden Gewebe erhöht.

Gewohnheiten verlangsamen die Wundheilung

Verschiedene Faktoren wirken sich negativ auf den Wundheilungsprozess aus und sollten daher weitestgehend vermieden oder reduziert werden. Bei einem Mangel an Vitaminen, Spurenelementen oder Eiweiß fehlen dem Körper die nötigen Bausteine für den Heilungsprozess. Lässt sich der Mangel nicht über die Ernährung ausgleichen, können entsprechende Nahrungsergänzungsmittel helfen.

Faktoren wie Austrocknung, Kälte, Fremdkörper in der Wunde, bestimmte Medikamente sowie allergische Reaktionen auf das Nahtmaterial oder auf lokal angewendete Präparate, können sich ebenfalls negativ auswirken. Will man die Wundheilung beschleunigen, sollte man auch auf aktives und passives Rauchen verzichten. Rauchen verringert die Durchblutung im Gewebe und bremst so den Heilungsprozess.

Des Weiteren hält sich immer noch der Irrglaube Wunden würden am besten an der frischen Luft abheilen. Jedoch haben Studien bewiesen, dass Verletzungen in einer kalten und trockenen Umgebung langsamer verheilen. Deshalb sollten Sie darauf achten, die Wunde feucht und warm zu halten.

Weitere Faktoren, die die Wundheilung verlangsamen können, sind: Kratzen und aufreiben der Wunde. Juckt die Wunde unangenehm, tendieren wir oft dazu, die Verletzung ständig wieder aufzukratzen. Um den Juckreiz zu unterbinden, können Sie die Wunde stattdessen kühlen.

Tipps

Verletzungen, insbesondere operative Behandlungen, gehen einher mit erhöhtem Stress für den Organismus: Der Nährstoffbedarf steigt. Nährstoffe werden benötigt, um das verletzte Gewebe zu reparieren und um mögliche Infektionen abzuwehren. Zahlreiche Studien zeigen, dass die Versorgung mit Nährstoffen die Genesung nach einer Operation entscheidend beeinflussen kann. Verschiedene Faktoren können die Wundheilung fördern. Manche davon sind nicht beeinflussbar wie das Alter. Bei jungen Menschen heilen Wunden schneller. Über andere Faktoren aber lässt sich eine schnelle Wundheilung gezielt unterstützen.

Will man die Wundheilung beschleunigen, sollte man vor allem darauf achten, dass die Wunde keimfrei bleibt und die Wundränder nicht unter Spannung stehen. Mit einer erhöhten Lagerung und Ruhigstellung der verletzten Körperpartie kann man ebenfalls die Wundheilung unterstützen.

 

1. Essen Sie Lebensmittel mit viel Protein und guten Nährstoffen, um Ihrem Körper all die Bausteine zur Verfügung zu stellen, die er benötigt.

2. B-Vitamine sind als Vorstufen an fast allen Stoffwechselvorgängen beteiligt und somit essentiell.

3. Biotin und Pantothensäure sind außerdem wichtig für die DNA-Synthese und Heilung nach Verletzungen.

4. Zink und Vitamin D sind notwendig für eine gute Wundheilung. Beide Mikronährstoffe sind in die Differenzierung der Immunzellen involviert und senken die Intensität der Entzündung während des Heilungsprozesses. Patienten mit einem schlechten Vitamin-D-Status haben ein 3- bis 4-fach erhöhtes Infektionsrisiko.

5. Antioxidantien wie die Vitamine A, C und E sowie pflanzliche Antioxidantien (z. B. Carotinoide, Resveratrol und Traubenkern-OPC) mindern Gewebsschäden

6. Hyaluronsäure aktiviert verschiedene Zellprozesse, die in die Wundheilung involviert sind.

7. Enzyme und Omega-3-Fettsäuren reduzieren postoperative Entzündungen und Schwellungen. Omega-3-Fettsäuren können das Risiko einer Infektion signifikant um knapp 40 % senken sowie die Dauer der Krankenhausaufenthalte um durchschnittlich drei Tage reduzieren.

8. Ananas (Bromelain) und Papaya (Papain) enthalten Enzyme, welche eine entzündungshemmende sowie abschwellende Wirkung haben.

Eine abwechslungsreiche Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse ist ideal, um dem Organismus alle notwendigen Vitamine und Mineralstoffe zur Verfügung zu stellen. Im Einzelfall kann mit Supplementen ergänzt werden, z. B. mit Vitamin D bei einem Vitamin-D-Mangel.

Hausmittel

Für jedes Problem gibt es altbewährte Hausmittel. Folgende sollen eine unterstützende Wirkung bei der Heilung von Wunden haben:

  • Honig: Schon die Ägypter nutzten die antiseptische und entzündungshemmende Wirkung von Honig. In der Apotheke gibt es z.B. zertifizierten Medi-Honey, der speziell für medizinische Zwecke hergestellt wird
  • Arnikasalbe: Die Arnika-Pflanze wirkt schmerzlindernd und antientzündlich. Sie ist außerdem ein gutes Mittel gegen Schwellungen. Auch bei Muskelverspannungen wird Arnikasalbe gern eingesetzt.
  • Zinksalbe: Der Wirkstoff Zinkoxid wirkt entzündungshemmend und vermindert die Narbenbildung. Zinksalbe finden Sie in der Drogerie oder der Apotheke.
  • Teebaumöl: Teebaumöl wirkt antiseptisch und entzündungshemmend.
  • Aloe-Vera: Die Pflanze bindet Feuchtigkeit, wodurch die Wunde besser abheilen kann. Zusätzlich hat Aloe Vera einen kühlenden und schmerzlindernden Effekt

Achten Sie darauf die Hausmittel erst auf die Wunde aufzutragen, wenn die Blutung gestillt und die Wunde verschlossen ist. Zudem sollten Sie die Verletzung vor der Behandlung unbedingt reinigen und desinfizieren, um eine Entzündung oder Infektion zu vermeiden.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Proteine, Hyaluronsäure sowie B-Vitamine sind essenziell für Reparaturvorgänge, während Zink und Vitamin D vor Infektionen schützen. Antioxidantien unterstützen den Heilungsprozess, indem sie Gewebsschäden minimieren. Insbesondere Bromelain und Papain sowie entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren reduzieren postoperative Schwellungen und Entzündungen.

Weitere Faktoren, welche die Wundheilung verbessern, sind ein guter Allgemein- und Ernährungszustand, eine gute Durchblutung und die Erhaltung der Körperwärme im Wundgebiet. Oder der Griff zu altbewährten Hausmitteln. 

Sollte Ihre Wundheilung ungewöhnlich langsam oder mit Hindernissen verlaufen, dann sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen, um den Grund dafür herauszufinden. In den meisten Fällen kann schon der Besuch beim Hausarzt helfen.